Die Umwelt und Amberg liegen uns am Herzen!

Umwelt und Klimapolitik für Amberg sind unserer Kernthemen. Bezüglich Klimapolitik verfolgen die Amberger Grünen das Ziel, die Klima- und CO2-Neutralität so schnell wie möglich voranzutreiben.

Da die Erreichung eines Klimaziels nur schwer messbar und vor allem allzu leicht verkündbar ist, liegt unser Schwerpunkt auf den Maßnahmen. Denn die Herausforderung liegt darin, die Klimakrise auch in Amberg schnell und konsequent durch konkrete Maßnahmen anzugehen. Und das haben sich die Amberger Grünen zum Ziel gesetzt.

Um Amberg auch in Bezug auf Klimapolitik zukunftsfähig zu machen, liegt unser Fokus auf folgenden Themenfeldern:

1. Flächenschutz

Wir setzen uns weiterhin dafür ein, den Flächenfraß bzw. die zunehmende Versiegelung zu begrenzen.

Maßnahmen:

  • Nachverdichtung und ein Bauen in die Höhe sowie
  • ein Ausgleich neuen Flächenverbrauchs (wenn unabdingbar) durch Renaturierung von bereits in Anspruch genommener Flächen sowie insbesondere die konsequente Überprüfung dieser Ausgleichsmaßnahme

2.  Mehr Grün für Amberg

Umwelt in Amberg Zwei ältere mächtige Bäume, durch deren Kronen Licht fällt

Gebäude und Straßen speichern die Wärme und selbst in der Nacht kühlen Städte kaum ab. Alle Städte, die einen hohen Versiegelungsanteil haben, sind besonders betroffen. Geringer Luftaustausch und Verkehr führen zusätzlich zu einem erhöhten Schadstoffgehalt der Stadtluft. Entgegenwirken können wir in Amberg durch eine stärkere Begrünung der (Innen)stadt.

Amberg ist glücklicherweise eine Kommune mit sehr großem Waldbesitz. Diesen Standortvorteil gilt es zu nutzen.

Maßnahmen:

  • nachhaltige Aufforstung und Bewirtschaftung unseres (Stadt-)Waldes
  • zusätzliche Laubbäume im Stadtgebiet anpflanzen
  • eine Wanderbaumallee nach dem Vorbild der Münchner Initiative „Greencity“ ins Leben rufen
  • Dach- und Fassadenbegrünung fördern und fordern
  • Weiterentwicklung und Pflege der vorhandenen städtischen Grünflächen wie Stadtgraben und Allee, z.B. durch Umwandlung von Rasenflächen in Blühwiesen

3. Ausbau erneuerbarer Energien, insbesondere der Photovoltaik

Für ganz Bayern streben wir Grüne die 100%ige Umstellung auf erneuerbare Energien an, insbesondere weg von Kohle- und Atomstrom. Dazu sind Gesetzesänderung auf Landesebene (wie ein Kippen der unsäglichen 10h-Regel für Windkraft) nötig. Aber auch in Amberg wollen wir die Energiewende für unsere Umwelt vorantreiben. Auf dem recht begrenzten Stadtgebiet kann die Errichtung von Windrädern leider nur eine untergeordnete Rolle bei der Energiegewinnung spielen (allerdings sollten die Möglichkeiten zu einer sinnvollen Nutzung unbedingt im Auge behalten werden), der Photovoltaikausbau dagegen sollte unbedingt konsequent und mit möglichst größer Beteiligung unserer BürgerInnen vorangetrieben werden.

Maßnahmen:

  • aus unserer Sicht die Priorität: Ausbau von Photovoltaik auf privaten Dächern sowie gewerblichen und städtischen Gebäudedächern
  • stärkere Bürgerbeteiligung bei der Einrichtung von PV-Flächen auf größeren Dachflächen
  • daneben: (auch in Zusammenarbeit mit dem Landkreis) Schaffung von weiteren PV-Freiflächenanlagen
  • konsequente Einhaltung der Bauvorschrift „30% Solaranlagen auf Neubauten“
  • mögliche Einführung eines Modellprojekts „Power-to-Gas“ aus regenerativen Energien unter Zusammenarbeit der Amberger Stadtwerke mit unserer OTH (nach dem Vorbild der Zusammenarbeit der OTH mit den Stadtwerken Hassfurts)
  • vertiefte Zusammenarbeit auch mit dem Solarförderverein

4. Zukunftsorientierte Mobilität

Der motorisierte Individualverkehr hat in unserer (Stadt-)Gesellschaft einen zu hohen Stellenwert. Zwar ist er notwendig, um allen BürgerInnen die nötige Mobilität zu gewährleisten, doch andere, klimafreundlichere Verkehrsmittel müssen stärker gefördert und ausgebaut werden.

Maßnahmen:

  • beherzter und zügiger Ausbau der Radinfrastruktur
  • Gleichstellung von FußgängerInnen und RadfahrerInnen zum motorisierten Verkehr (z.B. sollte jede Straßenbaumaßnahme nur dann genehmigt werden, wenn sie gleichzeitig einen Nutzen für FußgängerInnen und/oder RadfahrerInnen bringt)
  • Reduzierung des Altstadtringes auf zwei Fahrspuren (eine je Richtung); dafür Einrichtung einer Busspur sowie zweier Radspuren
  • Ausbau und Kostenfreiheit des ÖPNVs
  • (Wieder)Einrichtung eines regionalen (möglichst E-)Carsharings, z.B. (wie in Regensburg), unter Einbeziehung der Stadt und der Stadtwerke
  • Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge

5. Nachhaltige Finanzierung (Divestement)

Zu einer nachhaltigen Finanzplanung gehört – aus Gründen der sozialen und Generationsgerechtigkeit – ein ausgeglichener Haushalt. Aber auch der Rückzug aus klimaschädlichen, ausbeuterischen und kriegsfördernden Investitionen des städtischen Haushalts kann einen wichtigen Beitrag leisten.

6. Klimafreundliche Wärme

In Bayern hat der Wärmebereich mit 35 % den größten Anteil an den Treibhausgas- emissionen. Die richtige Energiewende beginnt daher dort, wo wir wohnen und arbeiten. Auch deshalb hat es sich die Grüne Landtagsfraktion zur Aufgabe gemacht, „Saubere Wärme“ auf die politische Agenda zu setzen. In Amberg müssen wir in diesem Bereich der Umweltpolitik ebenfalls entschieden handeln.

Maßnahmen:

  • Ausbau von kommunalen Wärmeplattformen (Wärmenetze, „Dorfheizungen“)
  • Sanierungsquote erhöhen, z.B. durch Erstellung und Umsetzung von Sanierungsfahrplänen für Stadt- oder Ortsteile oder für einkommensschwache Haushalte
  • Umweltfreundliche Förderprogramme zum Heizungstausch in Amberg stärker bewerben
  • Perspektive im Wärmebereich verändern: weg vom einzelnen Gebäude und hin zum Quartier, also dem Stadtviertel oder Dorf. Nur so kann die gesamte Gesellschaft von der Wärmewende profitieren: Häuslebauer*Innen, MieterInnen, Stadtwerke und Wohnungswirtschaft, Gewerbe und Industrie. (Positivbeispiel: Solarthermie-Projekt Crailshaim)
  • Schaffung einer regionale Energieagentur auch für Amberg und den Landkreis; Vorteile: Fachwissen, Kenntnisse der spezifischen örtlichen Gegebenheiten, zielgerichtete und vor allem neutrale Beratungsangebote für Hausbesitzer*innen und Mieter*innen, für Kommunen und die heimische Wirtschaft erstellen